Du bist nicht angemeldet.

Ursachen für niedriege Ölverbauch und niedriegen Öldruck

von G60Ing

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Wolfsburg Edition Forum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Ursachen für Ölverbrauch und niedrigen Öldruck

Ich hab mal von der Quelle www.castrol.de einige nützliche Ursachen gesammelt die für Ölverbrauch und schlechten Öldruck verantwortlich sind.

Ölverbrauch

  1. Mechanische Ursachen (Motorkonstruktion)
    • Kolbenringdesign: Kolbenringspiel => Ringstoßspiel, Ringnutenspiel, Ringspannung
    • Ventilschaftspiel, Schaftdichtungen
    • Kurbelgehäuseentlüftung
    • Einlaufzustand des Motors: Einlauf noch nicht abgeschlossen (Kolbenringe noch nicht eingeläppt)
    • Leckagen
    • Defektes Kühlsystem (zu hohe Betriebstemperaturen)
    • Betriebsbedingungen


  2. Physikalisch-/Chemische Ursachen (Motorenölformulierung)
    • Hohe Verdampfungsneigung des Öles bei hohen Temperaturen
    • Kraftstoffverdünnung => Abfall der Viskosität (Schlupf- und Verdampfungsverluste) (z.B.Kurzstrecke oder falscher Chip)
    • Starke Oxidation
    • Hohe Schaumneigung
    • Ölfüllmenge zu hoch (Panscharbeit)
    • Abfall der Viskosität durch mechanische Beanspruchung (Viskositätsverlust durch Abscheren)


Öldruckabfall - Konstruktive bzw. mechanische Ursachen

  • Kapazität oder Funktionsstörung der Ölpumpe
  • Fortgeschrittener Motorenverschleiß (Lagerspiel)
  • Dimensionierung der Ölversorgungskanäle
  • Zu niedrige Leerlaufdrehzahlen
  • Positionierung, Funktion und Genauigkeit der Öldruckgeber
  • Zu hohe Panscharbeit im Motor z.B. Konstruktion der Ölwanne
  • Defektes Kühlsystem (zu hohe Betriebstemperaturen)


Motorenöl und äußere Einwirkungen

  • Zu starke Scherung des Öles (Viskositätsabfall)
  • Zu hohe Kraftstoffverdünnungen (Kurzzstrecke, falscher Chip)
  • Hohe Wasseranteile im Öl => Dampfblasenbildung und Schaum
  • Hohe Schaumbildung - hohe Lufteinschlüsse
  • Überfüllung (Öl)
  • Überhitzung des Motorenöles, z.B. defektes Kühlsystem


Schaumbildung

  • Eine Überfüllung der Motoren führt zu starker mechanischer Beanspruchung der Öle => Lufteinschlüsse
  • Zuviel Wasser im Öl (Dampfblasenbildung bei hohen Temperaturen)
  • Öl mit schlechtem Luftabscheidevermögen
  • Starke Verschmutzung des Öles
  • Hohe Kraftstoffverdünnung ( Einfluß der Kraftstoffadditive)


Zu starke Schaumentwicklung im Öl führt zu erhöhtem Verschleiß und als Folge zu Überhitzungen. Die Ölversorgung kann zusammenbrechen, wenn die Ölpumpe "trocken läuft". Speziell Hydrostößel reagieren empfindlich auf starke Schaumbildung.

Lufteinschlüsse in den Versorgungskanälen können zu Funktionsstörungen führen und den Druckausgleich gefährden (Geräuschbildung). Luftblasen im Öl können auch zu Materialschäden, z.B. an Pleuellagern führen. Ein Aspekt ist die sogenannte Kavitation (Luftblasen implodieren unter hohem Druck und führen zu schwerwiegenden Materialschäden).