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low_budget

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Dienstag, 3. Juli 2012, 23:24

G60 gebraucht kaufen: worauf achten? Wieviel ausgeben?

Hi allerseits!
seit der Aufgabe meines letzten Projekts ringe ich mit der Entscheidung einen G60 zu kaufen. Ich hab mich natürlich schon hier und im Netz quer gelesen aber würd hier gern im Thread Tipps und Empfehlungen sammeln.
Folgendes hab ich bis jetzt angenommen:
- No-Gos: Laderad <70 mm, offener LuFi, Chip unbekannter Herkunft, Ladedruck unter normal,
Meine wichtigsten Fragen:
-Mit welcher Laufleistung kann man noch kaufen ohne gleich den Motor überholen zu müssen?
- Welche Ladedrücke sollten bei 72 oder 70er Rad erreicht werden?
-Wie kritisch sind scharfe Nockenwellen? Wie wirken sie sich auf den messbaren Ladedruck aus?
- Was ist eine sinnvolle Grenze in Sachen Kompression?
- Wie kann ich ''typische'' Defekte und Verschleißerscheinungen erkennen?

Danke schonmal vorab für eure Meinungen und Erfahrungen.
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Turbogeiler

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2

Mittwoch, 4. Juli 2012, 09:02

Mit dem Ladedruck ist schwer zu sagen da gerade durch einen bearbeiteten Kopf auch das Ergebnis verfälscht wird. Ich hatte damals 0,8bar mit einem 70er Rad und geplantem Kopf. Ansonsten Serie und 272tkm gelaufen.
Grundsätzlich ist die Laufleistung bei solch alten Motoren fast zweitrangig. Weil auch wenn ein 20 Jahre alter Motor erst 60tkm gelaufen hat muss er trotzdem Grundüberholt werden da er sich ja mehr oder weniger durchs Alter schon abgenutzt hat und nicht nur durchs fahren. Es gibt genug Teile die einfach durchs Alter und nicht durch dei Nutzung zerfallen. Dann lieber einen regelmäßig genutzen und gewarteten der läuft und läuft und läuft.
Einfach drauf achten das kein Wartungsstau herrscht und dann nach einer Laufleistung bis ungefähr 150tkm gucken, da ist Preis-Leistung noch erträglich.

Da ich ja schon länger sowas suche allerdings in Form eines Corrados, weiß ich das sowas selten mit ein bisschen Ausstattung, etc. unter 5000-6000€ zu bekommen ist. Außer man Lust auf eine Baustelle ;)

Worauf Du auch noch achten kannst beim kauf sind sind auch die Ölleitungen zum Lader und auch weggebastelte Bypässe sind meiner Meinung nach nicht toll.

yourmom

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3

Mittwoch, 4. Juli 2012, 11:13


- No-Gos: Laderad <70 mm, offener LuFi, Chip unbekannter Herkunft, Ladedruck unter normal

ich würde sagen <68, wobei es immer vom Fahrstil und der Wartung abhängt. Wenn jemand motiviert ist, kann er mit 70er LR mehr Verschleiß hervorrufen, als jemand mit Hirn und 65er.

- Mit welcher Laufleistung kann man noch kaufen ohne gleich den Motor überholen zu müssen?

Komplett irrelevant. Gibt welche, die sind mit 120tkm komplett fertig, und welche mit 250tkm noch topfit.
Pleuellager sind beim G60 gern mal kaputt, dass äußert sich dann als klackern bei unter 3000Umin und hoher Last.

- Welche Ladedrücke sollten bei 72 oder 70er Rad erreicht werden?

Bei originalem Motor ~0,9-1,0 bar
(btw. ein geplanter Kopf ändert nix am LD)

-Wie kritisch sind scharfe Nockenwellen? Wie wirken sie sich auf den messbaren Ladedruck aus?

Ich hätte kein Problem damit, ich fahre auch selber eine.
Ja wirkt sich auf den LD aus, er wird geringer. Wieviel hängt von der Welle ab. ~0,2bar so als grobe Größenordnung

- Was ist eine sinnvolle Grenze in Sachen Kompression?

Keine Ahnung. Kommt auch drauf an, ob "mit oder ohne Lader" gemessen wurde.
Ohne Lader = offener Schlauch zur Drosselklappe wohl kaum mehr als 10bar, der PG is ja nur 8:1 verdichtet.

Aber hier besser noch auf andere Meinungen warten.

- Wie kann ich ''typische'' Defekte und Verschleißerscheinungen erkennen?

G60-typisch:
Klackern bei Volllast und niedrigen Drehzahlen -> Pleuellager
Riemenscheibe an der Kurbelwelle eiert -> KW-Schraube locker, kann bis zum Motorschaden führen
Lader sollte nur brummen, nicht hochfrequent surren oder gar klackern.
Ladedruck sagt leider nix über den Laderzustand aus. Entweder Lader öffnen, oder auf Glück hoffen :D

Ich würd mir auch das Kerzenbild ansehen. Lässt sich auf die Abstimmung schließen.

typische G60-Verkaufsfloskel: Lader gerade eben neu überholt (ja klar, jeder steckt doch gerne nochmal schnell 400 ins Auto kurz vorm Verkaufen, damit der nä. Besitzer glücklich ist)

low_budget

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4

Donnerstag, 5. Juli 2012, 10:19

ich hab gerade einen im Auge, angeblich vor drei Jahren (direkt nach dem Kauf) und 30 tkm bei Theibach überholt, RS bearbeitet und mit 74er Rad gefahren. Allerdings will er mir noch die ZKD wechseln, vorm Kauf. Da ich mit "hilfsbereiten" Angeboten sehr vorsichtig bin: fällt euch ein Defekt ein, der sich dadurch kaschieren ließe? Wenn der Kopf ne Macke hat nutzt doch gewöhnlich der Dichtungstausch auch nix mehr. Gibt es da G60-typische Anzeichen für (die üblichen, wie Öl im Wasser, Öl riecht nach Sprit usw. kenn ich)?
Danke schonmal für die sehr guten Hinweise! :danke:
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Milchmann

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5

Donnerstag, 5. Juli 2012, 19:38

Doch, mit ner neuen Kopfdichtung kannst du einige Zeit nen krummen Kopf bzw. irgendwelche anderen großen Schäden am Kopf vertuschen...