tune up your eeePC

 

Bebilderte Dokumentation zum Aufrüsten eines eeePCs mit zusätzlichen USB Gadgets

Wir beginnen mit einigen grundsätzlichen Dingen. Diese Anleitung stellt lediglich ein Beispiel dar, was man mit dem eeePC so anstellen kann und wie man das anstellen kann. Sicher gibt es auch andere Möglichkeiten. Für mich war dies jedoch der einfachste und am besten umzusetzende Weg. Jeder der sich an so einen Umbau macht, macht dies aus freien Stücken und auf eigene Gefahr etwas kaputt zu machen. Hat man noch keine Löterfahrung oder kennt sich nicht wirklich aus wie man mit elektronischen Teilen umgeht sollte sich evtl. Hilfe holen oder es besser sein lassen. Die Herstellergarantie geht durch den Bruch eines Siegels und durch die Lötaktionen auf dem Board verloren!!!

Warum das Ganze? Weil ich gern bastel :-)
Ausserdem war mir die serienmäßige Speicherkapazität doch etwas zu mager. Die fehlende Bluetooth-Schnittstelle habe ich ausserdem vermißt. Ich Pflege meine Kontaktadressen in Outlook und synce mein Handy entsprechend oft mit dem Outlook Adressbuch. Ausserdem habe ich hier noch eine Bluetooth GPS Maus liegen gehabt die man bestimmt auch zum Navigieren nutzen kann (noch nicht ausprobiert, aber erkannt wird sie auf jeden Fall). Weiter unten gehe ich auf die Teile die ich eingebaut habe noch näher ein. Warum einbauen wenn man drei USB Ports am eeePC hat? Weil ich keine Lust hatte das das Teil später aussieht wie ein Igel mit den ganzen USB Steckern dran.

VORBEREITUNG:
Sicher macht es Sinn sich dieses How-To zunächst einmal durchzulesen und zu verstehen wie die einzelnen Schritte gedacht sind. Aus Erfahrung weiß ich aber das man erst wenn man tatsächlich davor sitz und sieht wie das alles aufgebaut ist, versteht was in dieser Anleitung steht. Also nicht abschrecken lassen.

Ein ordentlich beleuchteter Arbeitsplatz ist Pflicht, da einige Stellen auf dem Board extrem klein sind und man schon genau arbeiten muß. Als Unterlage benutze ich gerne eine Antistatiktüte in der mal ein Motherboard geliefert wurde. Ausserdem ist ordentliches Werkzeug sehr hilfreich. Kirmesbudenschraubenzieher sind denkbar ungeeignet. Thema Kabel. Bei der ersten Version des Mods habe ich ein altes Telefonkabel "geschält" und dort die vier bunten Litzen rausgezogen. Schlechte Idee, denn das Kabel ist starr wie Draht. Es legt sich gerade so wie es will. Flexibles Kabel ist also sehr hilfreich, am besten in vier verschiedenen Farben. Klebeband ist ebenfalls sehr wichtig zum isolieren der Bauteile. Im eeePC gehts etwas eng zu sodaß die dazukommenden Bauteile oft "Feindkontakt" mit Motherboard usw. haben. Doppelseitiges Klebeband zum fixieren ist ebenfalls hilfreich.

Hier eine kleine Liste der Dinge die ich benutzt habe:

Set mit kleinen Schraubendrehern
kleine Beisszange
kleine Schnabelzange
Pinzette
12 Volt Lötnadel von Conrad: Best.Nr. 830283 - 62
Löthelfer mit Lupe: Conrad Best.Nr. 588190 - 62
Lötkolbenständer mit Schwamm: Conrad Best.Nr. 588147 - 62
Doppelseitiges Klebeband
Durchsichtiges Isolierband (Tesa :-) )
Schere
Nadel

so sahs ganz am Anfang aus auf meinem Schreibtisch (wurde mit fortschreitender Umbauphase noch viel schlimmer :-) :

Gadgets die sich für den Einbau eignen:
Da USB Sticks von der Bauform am kleinsten sind, sei es Speichersticks, Bluetooth Dongle, Card-Reader oder DVB-T Sticks, brauchen wir mehr USB Schnittstellen. Diese liefert ein USB-Hub. Am besten ein sehr kompakter ohne zusätzlichen Bedarf an Spannung. Ich habe mich für den Digitus-Hub mit den schwenkbaren USB-Ports entschieden. Die Platine darin ist ziemlich klein und eigentlich auch ziemlich flach. Desweiteren kamen zwei 8 GB USB-Speichersticks, ein SDHC-Cardreader und ein Bluetoothdongle zum Einsatz. Auf dem Bild unten sieht man die Teile ganz gut, auch wenn nicht vollständig.



Auf dem Bild fehlt noch der zweite USB-Stick und der BT-Stick.

Öffnen des eeePC:
das Öffnen des eeePC ist denkbar einfach. Das Gehäuse ist sehr stabil und der verwendete Kunststoff von guter Qualität. Trotz mehrerer Dutzend mal öffnen und wieder schliessen ist nichts kaputt gegangen oder ausgeleitert.

Wir beginnen mit der Tastatur: eeePC ist ausgeschaltet. Der Netzstecker abgezogen und der Akku steckt nicht mehr im Gerät. Mit einem flachen, kleinen Schraubenzieher drücken wir 3 Halteklammern nach oben. Diese befinden sich zwischen den Tasten F1 und dem Gehäuse, F6 und dem Gehäuse und Pause und dem Gehäuse:

Die Tastatur kommt dann von selbst nach oben und kann vorsichtig ein Stück nach vorne angehoben werden. Unten in Höhe der Windows und der Alt Taste befindet sich der Folienkabelstecker der Tastatur und der Stecker des Touchpads.

Mit einem Schraubenzieher werden die seitlichen Nasen nach vorne bzw. beim Touchpadkabel an die Seite geschoben. Die Kabel können dann leicht rausgezogen werden. Wenn es schwer geht dann ist die Sperre noch nicht weit genug auf. Muß wirklich leicht rausflutschen das Kabel. Beim Touchpadkabel ist eine blaue Lasche am Kabel als Hilfsmittel angebracht. Das erleichtert das spätere wieder anstecken. Merkt euch am besten wie weit die Kabel in den Steckern gesteckt haben oder macht euch ein Foto um später vergleichen zu können. Die Tastatur kann jetzt rausgenommen und an die Seite gelegt werden. Die brauchen wir erst wieder ganz zum Schluß.

Als nächstes lösen und entfernen wir die Kreuzschrauben die oben auf dem Bild gut sichtbar sind. Unten nochmal mit roten Punkten versehen. Das gelbe ist das Garantiesiegel. Da es vom Hersteller schon vorperforiert ist, ist ein Ablösen ohne es zu zerstören unmöglich. Die Schrauben sind übrigends alle gleich. Eine Verwechslungsgefahr besteht nicht. Rot die Schrauben, blau nochmal die drei Klammern der Tastatur die wir vorher schon behandelt hatten.

Danach drehen wir den eeePC um, und lösen die sechs Schräubchen (rot) an der Unterseite und nehmen sie raus. Bei der Gelegenheit können wir auch gleich die Klappe des Extension Bay öffnen (zwei Schräubchen gelb). Foto wurde nach der Umbauaktion gemacht deswegen steckt der Akku wieder drin :-)

Um das Gehäuse zu öffnen benötigen wir entweder Fingernägel die was aushalten oder eine Scheckkarte oder der Rand eines Joghurtbechers oder halt irgendwas was schön dünn aber nicht zu hart ist. Schraubenzieher oder Messer haben da nichts zu suchen, es sein denn ihr wollt schöne Ecken im Gehäuse haben. Mit unserem Hilfsmittel fahren wir auf der rechten Seite beginnend (im Bereich des VGA Steckers) durch den Spalt der beiden Gehäusehälften nach unten und dann vorne entlang Richtung Touchpad. An den Seiten ist der Widerstand recht gering, also kein Problem. Ziemlich genau an den abgebildeten Stellen befinden sich aber Plastikhaken. Da ist etwas mehr gefühlvolle Kraft gefragt. Aber ja nicht zu brutal. Die Gehäusehälften müßen sich einfach voneinander trennen wenn ihr in diesen Bereich kommt.

Hier noch ein Bild vom geöffnenten Gehäuse von den Haken:

So. Rechts und vorne dürfte die Gehäusehälften voneinander getrennt sein. Wir machen jetzt hinten weiter, nicht links. Wir fahren mit unserem Hilsmittel wieder zwischen den Gehäusehälften entlang und zwar dort wo normalerweise der Akku sitzt. Dort sind ebenfals drei Plastikhaken wie im Bereich des Touchpads. Ausserdem noch jeweils einer im Bereich der Verdickung der Scharniere:

Hier mal die rechte Seite geöffnet um sich ein Bild machen zu können:

Oben, rechts und unten sind die Hälften jetzt voneinander getrennt. Links hängts noch, und zwar an den beiden Audioports. Das Oberteil des Gehäuses umschließt nämlich die beiden Ports. Sieht man auf dem unteren Bild. Wir heben also das Oberteil auf der rechten Seite leicht an und schieben es nach links von den Audioports runter. Oben auf die Buckel der Scharniere achten damits da nicht hängen bleibt. Fertig. Oberteil ist ab. Am besten mit der Unterseite nach oben ablegen. Es könnte evtl. sein das dort noch die Wärmeleitpads dran kleben.

So siehts dann aus bei euch:

Oben auf dem Bild ist schon zu sehen das das Motherboard fast ausgebaut ist. Die roten Kreise markieren die Stecker die noch ausgesteckt werden müßen. Das sind von oben links: Speaker, Webcam, Fan, Display. Der blaue Pfeil markiert den Modemport. Darin steckt ein Gummistöpsel den wir rausfummeln bevor wir das Board rausnehmen. Unten nochmal besser zu sehen:

Um das Motherboard rauszunehmen müßen zunächst zwei Plastikhaken gelöst werden. D.h das Motherboard ist damit festgeklammert. Mit etwas Gefühl kann man die Klammern etwas nach unten und das Motherboard etwas nach oben drücken. Schraubenzieher als Hebel geht auch. Einfach mal probieren. Die sind ziemlich stabil die Nasen. Passt nur auf das Ihr das Motherboard nicht beschädigt.

Vorne ist das Motherboard jetzt frei. Jetzt muß das Gehäuse im Bereich des VGA Ausgangs leicht nach aussen gedrückt werden damit wir die VGA Buchse am Gehäuse vorbei bekommen. Der rote Strich markiert das Gehäuse das normalerweise über den VGA Stecker ragt. Hier auf dem Bild ist das Motherboard schon rausgehoben:

Links noch ein bisschen auf die Lan und Modem Stecker achten und dann Motherbaord vorsichtig Richtung Display hochklappen. Vorsicht, nicht sofort rausnehmen. An der W-Lan Karte hängen noch die Antennenkabel. Diese einfach abziehen und unter dem Klebeband hervorziehen:

So, jetzt noch den Deckel. Das funktioniert im Prinzip wie auch am Gehäuseunterteil. Die Schrauben sitzen unter den 4 Gumminoppen oben und unter den zwei Plastikdeckelchen unten (rote Markierung). Eine Nadel zum rausfummeln ist das sehr hilfreich. Wenn diese Schrauben gelöst sind fahren wir wieder mit dem Fingernagel oder dem Hilfsmittel durch den Spalt zwischen den Gehäusehälften. Die gelben Markierungen sind nur symbolisch. Die Klammern sind nicht genau da wo ich sie im Bild eingezeichnet habe. Das ist aber kein Problem da sie sich fast von allein lösen. Evtl. muss man im Bereich des Displays etwas mit einem kleinen Schraubenzieher nachhelfen.

So. Jetzt haben wirs aber geschafft und der EEE ist soweit zerlegt das wir anfangen können zu basteln. Ich war etwas voreilig und habe einfach mal mit dem was ich zuhause hatte angefangen. Nachdem ich fertig war und die Hälfte nicht funktioniert hat wie es sein sollte habe ich alles beiseite gelegt und beschlossen das alles nochmal zu machen. Ich nenne es mal die Version 1.0. Es sah grauenhaft aus, da die Litzen aus dem bereits oben erwähnten Telefonkabel extrem starr waren und keine vernünftige Kabelführung zuliessen. Ausserdem war die Platzierung nicht optimal sodas ich auch da umdisponiert habe. Die Idee zwei USB Ports in das Extension Bay zu fummeln habe ich ebenfalls verworfen da die Befestigung der Ports alles andere als einfach war. Hier mal ein paar Bilder wie es aussah. Nicht zur Nachahmung empfohlen :-)

Dann gings an die Version 2.0:

Vorbereitung der USB Geräte:

Zunächst ist es zu empfehlen alle Geräte die in den eeePC eingebaut werden sollen zu testen. Funktioniert eines von Anfang an nicht, ärgert man sich später schwarz wenn alles schön eingebaut ist (ist mir mit einem USB Stick passiert).

Ausziehen ist angesagt. Wir befreien unsere für den Einbau ausgesuchten USB Geräte von sämtlichen unnützen Dingen wie Gehäuse, Netzanschlüssen, LEDs, Stecker usw. Ziel ist es kleine Flache Bauteile zu erhalten die im eeePC Platz finden.

USB Hub:

Ich habe den SwivelHub oder Twister von der Firma Digitus verwendet. Auf den ersten Blick ein kleines Klötzchen. Nachdem er auseinander gebaut war aber ziemlich klein und flach:

Gestört hat mich bei der ersten Version meines Umbaus das auf dem Hub ein silbernes Teil auf der Unterseite angelötet war das keine saubere flache Auflage auf das Motherboard erlaubt hat. Hier auf dem Bild sind zwei identische Hubs (warum der linke ein rotes Kabel aufgelötet hatte weiß ich nicht. Das war schon so von Werk aus). Rechts sieht man wie schief der Hub auf dem Tisch liegt. Links sieht man das ich das Teil das dafür verantwortlich ist einfach ausgelötet habe und auf die andere Seite aufgelötet habe. Ausserdem wurde der Netzstecker entfernt, die LED abgelötet und die USB Stecker abgelötet:

Die Beschriftung der Anschlüße lautet bei diesem Hub G,C,D,V.
Die Belegung ist G= Masse, C= D+, D= D-, V= +5V

Weiter gings mit den USB Sticks. Leider ist kein vernünftiges Bild vorhanden wie sie vorher aussahen. Nachdem die Gehäuse und Stecker entfernt waren, sahen sie auf jeden Fall so aus (sorry, doofes Bild. Sind in Wirklichkeit eigentlich recht kleine Platinen):

Hier der Bluetooth Dongle. Ebenfalls doofes Bild. habe vergessen von den ganzen Teilen vorher und nachher Bilder zu machen:

SDHC/MMC Cardreader:

Hier noch was zum Thema USB PIN Belegung. Diese ist genormt, also bei allen USB Geräten gleich. Nachfolgende Skizze zeigt die USB Belegung wenn man von vorne auf den Stecker schaut (nicht auf die Buchse) und die Kontakte unten sitzen:

Anlötpunkte am Motherboard:

Um alle Geräte im eeePC zum laufen zu bringen benötigen wir mehr USB Ports. Dies übernimmt der 4 Port USB Hub. Dieser benötigt für eine fehlerfreie Funktion wie oben schon beschrieben +5Volt, Masse, USB D- und USB D+. Am nicht verwendeten PCIe Slot finden wir die Data+ und Data- Kontakte. Auf dem Bild unten sieht man wo sich diese Kontakte auf dem Motherboard finden lassen:

Dort befinden sich die Pins 18 - 52 des PCIe Slots. Wir benötigen PIN 36 für D- und PIN 38 für D+. Pin 20, 30, 40 und 50 sind auf dem Motherboard beschriftet. Links gehts los mit 18 dann 20,22,24....36,38,40....50,52

Die Kontakte für +5 Volt und Masse finden wir hier:

Platzierung der USB Geräte:

Ziemlich kniffelig ist es die richtige Stelle für das jeweilige Gerät zu finden. Von der Fläche her eigentlich kein Problem. Aber nicht überall ist das Gehäuse leer genug um noch irgendwelche Fremdkörper zu beherrbergen. Das hat zur Folge das das Gehäuse erst gar nicht wieder geschlossen werden kann oder aber das Moterboard wird durch den Druck stark belastet.

Anders wie bei meiner Version 1.0 habe ich mich entschieden den Cardreader gut zugänglich im Erweiterungsschacht zu platzieren und nicht links neben dem RAM Sockel. Den Bluetoothstick habe ich neben den LAN/Modem Port gesetzt, den Hub rechts neben die RAM Bank und die beiden USB Sticks auf der anderen Seite des Motherboards in unmittelbarer Nähe der Audio Ports dort wo bei einigen eeePC Versionen das analoge Modem sitzt (beim deutschen eeePC nicht vorhanden). Unten nochmal ein Bild wie das bei mir drin sitzt:


Blau = Bluetooth Stick, Gelb= SDHC/MMC Card Reader, Rot=USB Hub
Rechts neben dem Hub führen die Kabel um das Motherboard herum auf die andere Seite. Dort ist viel Platz für zwei USB Sticks. Das Motherboard wurde gegen Feindberührung mit doppelseitigem Klebeband geschützt.

Hier ein Bild von den beiden Sticks:

Danach habe ich alle Kabel vom Hub wundervoll dort hin verlegt. Leider war der rechte USB Stick kaputt, was ich erst später merkte. Also erstmal Kabel ablöten, gut gegen Kurzschluß sichern und neuen Stick kaufen gehen:

Leider hatte der neue Stick eine andere Form, sodaß ich die bereits auf die Länge angepassten Kabel etwas umlegen mußte. Sah nicht mehr so schön aus aber funktioniert einwandfrei:

Mehr gibts eigentlich nicht dazu zu sagen. Das Kabel verlegen und verlöten ist dann eigentlich nur noch eine Fleißaufgabe. Sehr gute Dienste hat mir dabei das Doppeseitige Klebeband geleistet. Mit seiner Hilfe kann man die Kabel wunderbar auf dem Motherboard fixieren und so verlegen wie man das gerne haben will. Es ist gundsätzlich auf eine saubere Kabelführung zu achten da man sonst später Probleme beim Zusammenbau bekommt. Wichtig ist auch das man die USB Geräte mit Isolierband oder Tesaband abklebt damit man keinen Kurzschluß mit anderen Teilen verursacht. Auch das Unterteil des eeePC Gehäuse ist leitend. Es ist metallbedampft. Also am besten dort wo der USB Hub und der Bluetooth Stick sitzt schön die Innenseite des Gehäuses mit Klebeband auskleben. Auch die andere Seite wo die USB Sticks platziert sind ist gut zu schützen da das Oberteil des Gehäuses mit Metallfolie ausgekleidet ist und ebenfalls leitet. Als Unterbau unter den Platinen haben sich kleine selbstklebende Schaumgumminoppen als hilfreich erwiesen. Mit ihrer Hilfe kann man Unebenheiten ausgleichen und den nötige Abstand zu Motherboard herstellen. Hier mal ein schlechtes Bild vom Unterbau unter dem USB Hub:

Und hier noch ein Bild von der fertig verkabelten Version 2.0 und einige andere Detailfotos:

Schwer zu löten: Der +5 Volt und der Massepunkt sind irgendwie hart gelötet oder so. Die Kontakte sind zwar schön groß, aber der Lötkolben muß gut heiß sein damit man das hübsch hinbekommt. Mein 12 Volt Lötkolben war etwas überfordert wie man sieht. Wie draufgeka..t :-)

Der USB Hub und seine Position auf dem Motherboard:


Die Pinbelegung nochmal: G= Masse, C= D+, D=D-, V=+5Volt

Der Bluetoothstick:

Der Cardreader:

Sehr gut zugänglich: der Cardreader im Erweiterungsschacht. im Moment noch mit alter 1GB SD Karte. 16GB schon bestellt :-) Gleich darunter 1GB RAM. Die 512MB waren mir zu wenig für WinXP.

Achtung gut abkleben: der rote Bereich wird vom USB Hub berührt wenn man alles wieder zusammenbaut. Die Kupferfarbe im Gehäuse ist leitend und muß gut abgeklebt werden.

Version 3.0

Auf "Foppels" Homepage habe ich einen Mod gesehen der mir sehr gut gefallen hat. Dort hat er einen USB DVB-T Stick eingebaut und eine DVB-T Antenne nach aussen geführt. Das wollte ich auch haben. Ich habe den selben USB Stick gekauft den er benutzt hat, jedoch eine Second Edition erwischt. Später hat sich rausgestellt das das von Vorteil war, aber der Reihe nach.

Gekauft habe ich den USB Nova-T SE DVB-T Stick. Kostet bei Conrad 29,90. Hier ein Bild von der Verpackung des Nova-T SE (siehe Bezeichnung auf der Verpackung):

Im Vergleich dazu der normale Nova-T, wahrscheinlich erste Version:

Ich habe wie gesagt den oberen Stick gekauft. Der Stick selbst sieht so aus:

Nachdem das Gehäuse geöffnet ist, macht sieht man den Unterschied zwischen den beiden Sticks recht gut.

Oben sieht man den Second Edition Stick den ich habe, unten die Erste Version des Sticks. Die drei rot markierten Bautelemente gibt es nicht auf meiner Platine. Dadurch ist sie sehr flach, was für den eeePC von Vorteil ist.

Ich habe dann den USB Stecker, den Antennen Stecker und den Infrarot Sensor abgelötet (hier noch mit Sensor zu sehen).

Im Vergleich dazu die alte Version mit den hohen Bauteilen:

Meinen Stick habe ich dann hinten am Antennenstecker mit einem Dremel noch etwas verkürzt und den IR Sensor abgelötet

So passt er perfekt links neben das Display in den Deckel.

Man muß lediglich die drei Kunsstoffstifte die für die Kabelführung im Deckel angebracht sind entfernen:

Von der Verkabelung her ist es auch nicht all zu kompliziert. Masse und +5 Volt habe ich mir an den schon oben benutzen Punkten abgezwackt. D+ und D- an einem der USB Ports:

Damit ich das Motherboard später wieder voll rausnehmen kann wenn es mal erforderlich ist, mußte ich eine Steckverbindung einbauen. Dies habe ich mit Hilfe von Conrad Bauteilen realisiert:

Diese Leisten kann man in verschiedene Größen voneinander trennen und sie sind sehr klein und optimal für den eeePC geeignet. So sah das ganze dann aus. Das obere Teil führt in den Deckel des eeePC an den DVB-T Stick, der untere Teil des Steckers an die Kontakte auf dem Motherboard. Man kann ihn ganz leicht trennen wenn das Motherboard mal raus muß.

Hier ein Bild des verkabelten DVB-T Sticks. Die Kabel laufen vom Stick nach rechts unterhalb des Controllers für das Display entlang. An der roten Markierung verschinden die Kabel unter das Motherboard und werden dort mit dem o.g. Stecker verbunden.

Antenne:

Geplant war eine interne Antenne und eine externe Antenne die man bei Bedarf anstecken kann. Die interne Antenne wurde mit Hilfe von dünnem Coax-Kabel selbst gebastelt. Anleitungen dazu gibts im Netz genügend. Oben im Bild sieht man das dicke schwarze Kabel das ich um das Display herum gelegt habe. Ich will das nicht weiter vertiefen da der Empfang nahezu Null ist und die Antenne nichts bring. Ohne externe Antenne empfange ich gerade mal 4 von 38 möglichen Programmen und das auch nur schlecht. Die externe Antenne dagegen funktioniert eigentlich ganz gut. Umgesetzt habe ich das so:

Das rote und schwarze Kabel ist an den Antennenanschluß des DVB-T Sticks angelötet worden (rot Innenleiter, schwarz Abschirmung). Die Kabel führen direkt nach unten wieder an einen Stecker:

Den nicht benutzten Modemport habe ich als Antennenstecker mißbraucht. Innenleiter und Abschirmung haben jeweils zwei Pins von dem Modemstecker spendiert bekommen:

Von einem alten Telefonkabel habe ich den Stecker abgeknipst und an das Kabel der externen DVB-T Antenne angelötet. So sieht alles schön original aus.

Tataaaaa! Es funktioniert:

Schalter:

Bis hierher war ich eigentlich sehr zufrieden. Eines hat mir aber gar nicht gefallen. Und zwar war der Akku des eeePC deutlich schneller leer als ohne die ganzen zusäzlichen Extras. Also mußte ein Schalter her. Er sollte gut zugänglich sein und die Optik des eeePC nicht verändern. Entschieden habe ich mich für einen vierfach Dipschalter. Nur vier Schalter weil ich einen USB Stick permanent laufen haben wollte. Dort sind einige ANwendungen gespeichert die schnell abrufbar sein müßen. DVB-T, Bluetooth, SDHC/MMC Card Reader und ein weiterer USB Stick können bei Bedarf an und ausgeschaltet werden. Es gibt dabei nicht viel zu erklären. ich habe einfach alle vier +5 Volt Leitungen vom USB Hub kommend so zu der Erweiterungsklappe geführt das sie dort an den Dipschalter gehen und von dort dann an die USB Geräte. Im Moment liegt der Schalter noch einfach so unter der Klappe des Expansions Schachtes. Ich will aber noch eine passende Öffnung in die Klappe reinmachen damit ich sie nicht immer auf und zumachen muß sondern von aussen an den Schalter komme. Damit der Schalter nicht fest verlötet ist sonden auch herausnehmbar ist habe ich wieder mit den Steckern gearbeitet. Leider ist meine schöne Kabelführung danach völlig pfutsch gewesen da da ne Menge Kabel dazukommen:

So siehts dann unter der Klappe aus. Diese muß man übrigends nicht zwingend mit den beiden Schräubchen zuschrauben. Die hält auch ohne ganz hervorragend und kann ohne Werkzeug aufgemacht werden.

Diese Doku hat den Stand 01.03.2008. Sollte ich nochmal Lust haben das ein oder andere zu ändern, kommt das dann hier mit Datumsangabe rein. Wer diese Anleitung irgendwie kopiert und sie anfängt in Ebay zu verhökern, dem wünsche ich 3 Wochen Brechdurchfall, Sackläuse und irgendwelche fies juckenden Geschlechtskrankheiten an den Hals :-). Also das das klar ist COPYRIGHTS by shadowdiver in 2008.

Hier gehts zu zwei Threads in denen Ihr Fragen stellen könnt usw. da ich hier keine Diskussionsplattform etablieren will.

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